Dampfsperre
Dampfsperre – Wasserdampfundurchlässige Folie (sd > 1.500 m) auf der warmen Seite der Dämmung zum Schutz vor Kondensation
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Was ist eine Dampfsperre?
Eine Dampfsperre ist eine Folie mit sehr hohem Diffusionswiderstand (sd-Wert > 1.500 m), die den Durchtritt von Wasserdampf nahezu vollständig verhindert. Sie wird auf der warmen (inneren) Seite der Dämmung eingebaut.
Dampfsperre vs. Dampfbremse
| Eigenschaft | Dampfsperre | Dampfbremse |
|---|---|---|
| sd-Wert | > 1.500 m | 2–100 m |
| Dampfdurchgang | Nahezu null | Begrenzt möglich |
| Material | PE-Folie, Alu | Papier, PA-Folie |
| Fehlertoleranz | Gering | Höher |
| Rücktrocknung | Nicht möglich | Möglich |
| Anwendung | Flachdach, Nassräume | Steildach, Wände |
Häufige Einbaufehler
- Falsche Seite – Muss immer auf der warmen Seite liegen
- Undichte Anschlüsse – Jede Durchdringung muss mit Klebeband abgedichtet werden
- Nageldurchdringung – Dübel und Nägel durch die Folie → Tauwasserschaden
- Falsche Überlappung – Mindestens 10 cm Überlappung, verklebt
Häufige Fragen zu Dampfsperre
Was ist der Unterschied zwischen Dampfsperre und Dampfbremse?
Eine Dampfsperre ist nahezu dampfdicht (sd > 1.500 m), eine Dampfbremse lässt geringe Mengen Wasserdampf durch (sd 2–100 m). Bei Steildächern wird meist eine Dampfbremse empfohlen, da sie Rücktrocknung ermöglicht.
Wann braucht man eine Dampfsperre?
Bei Flachdächern, in Nassräumen (Schwimmbad) und bei diffusionsdichten Außenschichten. In normalen Wohnräumen reicht in der Regel eine Dampfbremse.