Tauwassernachweis
Tauwassernachweis – Rechnerischer Nachweis, dass in einem Bauteil keine schädliche Kondenswassermenge anfällt – vorgeschrieben nach DIN 4108-3
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Was ist der Tauwassernachweis?
Der Tauwassernachweis ist eine rechnerische Überprüfung, ob in einem Bauteilaufbau (Wand, Dach, Decke) Kondenswasser anfällt und ob dieses in der Trocknungsperiode vollständig austrocknen kann.
Verfahren
| Verfahren | Norm | Genauigkeit |
|---|---|---|
| Glaser-Verfahren | DIN 4108-3 | Standard (stationär) |
| WUFI-Simulation | DIN EN 15026 | Hoch (instationär) |
Grenzwerte (DIN 4108-3)
| Kriterium | Grenzwert |
|---|---|
| Max. Tauwassermenge | 1,0 kg/m² (kapillar) |
| Max. Tauwassermenge | 0,5 kg/m² (nicht kapillar) |
| Verdunstungsmenge | > Tauwassermenge |
| Feuchtegehalt Holz | < 5 M-% Zunahme |
Häufige Fragen zu Tauwassernachweis
Wann ist ein Tauwassernachweis nötig?
Bei jedem Neubau und jeder energetischen Sanierung – insbesondere bei Innendämmung, Dachdämmung und Kellerinnendämmung. Der Energieberater oder Architekt erstellt den Nachweis.
Was ist das Glaser-Verfahren?
Ein vereinfachtes, stationäres Berechnungsverfahren nach DIN 4108-3, das prüft, ob Tauwasser im Bauteil anfällt und in der Verdunstungsperiode wieder austrocknet.